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Geschwister – das Schönste auf der Welt. Dennoch ist nicht zu leugnen, dass die Geburt eines Geschwisterkindes nicht nur für uns als Eltern, sondern vor allem auch für das erstgeborene Kind eine riesige Umstellung ist. Der neue Erdenbürger zieht alle Aufmerksamkeit auf sich, hat Hunger, die Windel voll und will auf den Arm. Das ist für alle Familienmitglieder neu und Eifersucht wird plötzlich zum Dauerbrenner. 

Uns haben diese Tipps beim harmonischen Neu-Einleben und Zusammenleben geholfen:

1. Das ältere Kind schon in der Schwangerschaft einbinden

Die Einbindung des ersten Kindes ist schon in der Schwangerschaft wichtig. Fotos vom Ultraschall, Mamas Bauch anfassen, die Tritte des Babys spüren oder gemeinsam mit Mama und Papa die schönsten Namen überlegen…. all das sorgt für Vorfreude auf das kleine Geschwisterchen und kann den Start nach der Geburt sehr vereinfachen.

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2. Eifersucht Raum geben

Es ist ja ganz normal, dass ein Kind (natürlich auch altersabhängig) eifersüchtig reagiert, wenn ihm plötzlich die ungeteilte Aufmerksamkeit von Mama und Papa genommen wird. Es war der Prinz / die Prinzessin, alles drehte sich bisher um das erste Kind. Und nun das: Das Baby darf immer bei Mama und Papa sein und das Baby bekommt alles. Wir haben der Eifersucht immer ihren Raum gelassen, denn auch das gehört schließlich dazu. Diesen Verlust der ungeteilten Aufmerksamkeit muss ein Kind ja auch erst mal verdauen. Was bei uns geholfen hat, ist immer wieder darüber zu sprechen und auch uns als Eltern immer wieder bewusst zu machen, dass die Umstellung, die das Baby in unsere Familie gebracht hat, für unseren ersten Sohn am größten ist. Außerdem haben wir, wann immer es ging, bewusst Exklusivzeiten nur für das ältere Kind eingeplant, wenn das Baby schlief zusammen gespielt oder das Baby mal 1, 2 Stunden bei der Oma gelassen, um nur zu Dritt etwas zu unternehmen. Das tat uns allen gut.

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3. Das erstgeborene Kind darf mithelfen 

Das Baby baden, wickeln, den Kinderwagen schieben. Indem das ältere Kind eingebunden wird und aktiv mithelfen darf, fühlt es sich nicht ausgeschlossen, sondern als wichtiger Teil der Familie. Bei uns hat es super geklappt, das ältere Kind wann immer es ging helfen zu lassen. So entstand ein Gefühl von Fürsorge und die Eifersucht hatte nicht ganz so viel Raum.

4. „Privilegien“ für das ältere Kind 

Die Abgrenzung des älteren Kindes zum Neugeborenen ist wichtig. Das Neugeborene ist ein Baby, dass noch nichts alleine kann und daher die Fürsorge der Eltern braucht. Dem älteren Kind Privilegien zuzugestehen, kann helfen bewusst zu machen, dass es toll ist, das ältere Kind und kein Baby mehr zu sein. Beispielsweise durfte unser Sohn Abends ein wenig länger wach bleiben als das Baby oder auswählen, was er essen wollte. Die Kleinigkeiten haben wir immer wieder betont und als besonders herausgestellt, da er ja schon ein großes Kind ist.

5. Harmonisch zusammen spielen

Sobald die Kinder etwas älter sind und gemeinsam spielen können wird es interessant. :) Alle Eltern von mehr als einem Kind werden es kennen: Mal spielen die Kinder unglaublich toll zusammen, mal endet es in Hauen, Beißen und Tränen. Das gehört dazu. Damit das harmonische Zusammenspielen überwiegt, helfen klare Regeln. Bei uns sind das unter anderem: Lässt einer ein Spielzeug liegen, dann ist es frei und darf genommen werden. Außerdem hat jedes Kind eine Holzkiste mit seinem Namen darauf, in der die meist geliebten Spielsachen kommen, diese Kiste ist für das Geschwisterkind tabu. So hat jedes Kind die Chance seine besonders wichtigen Spielsachen an einem vor dem Geschwisterkind „sicheren“ Ort aufzubewahren.

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Grundsätzlich gibt es aber wohl in jeder Familie Tage des harmonischen Miteinanders und Tage, an denen unter den Geschwistern einfach Krieg herrscht und man auf keinen grünen Zweig kommt, da hilft nur atmen und immer wieder vermitteln…

Allen Mehrfacheltern wünsche ich mehr harmonische als Streit-Tage und stets starke Nerven :)

Eure Katrin von mom’s style

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