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Wie ihr mit wenigen Küchenutensilien ganz einfach ein Vogelfutter zum Aufhängen für den Garten oder den Balkon basteln könnt, zeige ich euch heute. Zusätzlich gibt es noch ein paar Tipps für einfache Futterstationen und was ihr beim Füttern von Wildtieren beachten solltet.
Bereits im letzten Jahr hat mein großer Sohn Maximilian einiges über heimische Tiere im Kindergarten gelernt. Im letzten Herbst wurde beispielsweise die Lebensweisen von Fuchs und Igel näher besprochen und so weiß mein vierjähriger Sohn heute ganz genau, dass Igel sich im Winter einen Unterschlupf suchen oder Vögel in der kalten Jahreszeit auf vom Menschen bereitgestellten Futterquellen angewiesen sind.

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Vorsicht bei Wildtierfütterung in Herbst und Winter

Der Jahreszeitenwechsel ist bei uns also gerade großes Thema, denn kaum ist der Spätsommer vorbei, möchte Maximilian Futterstationen für unseren Garten basteln. Weil Wildtiere wie Vögel, Igel, Fuchs oder Rehe aber im Herbst noch gut Pflanzen, Beeren, Blättern und Insekten durch die kühlen Wochen kommen, muss er sich noch etwas in Geduld üben. Erst wenn der Boden im Winter gefroren ist und mit einer dicken Eis- oder Schneeschicht überzogen ist, brauchen heimische Wildtiere Nahrung aus Futterkrippen oder Futterbarren. Um diese Winterfütterung kümmert sich in der Regel ein Jäger, der am besten einschätzen kann, wann Wildtiere Futter vom Mensch bekommen sollten. Deshalb sollten wir nicht zu voreilig sein und immer daran denken, dass Eichhörnchen zum Beispiel ihr Futter für den Winter bereits im Sommer sammeln und in ihren Verstecken horten (zum Beispiel Nüsse in Bäumen).

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Vögel freuen sich über Futterstationen

Bei Singvögeln ist das aber anders, diese freuen sich über Futter wie zum Beispiel Sonnenblumenkerne, Hasel- und Walnüssen, Hirse oder Körnern. Zusätzlich kann aber auch Hafer- oder Weizenflocken unter das Vogelfutter gemischt werden oder es wird ein Stückchen Apfel zum Vogelfutterplatz gelegt. Am wichtigsten ist, dass Wildtiere bzw. Vögel artgerechtes Futter bekommen, also kein altes Brot oder Küchenabfälle, die deren Verdauung zusätzlich beeinträchtigen können.

Am besten kauft man sich loses Vogelfutter oder Maisenknödel im Zoofachgeschäft und hängt dieses, sobald Schnee liegt und der Boden gefroren ist, an Äste oder Bäume im eigenen Garten oder aber baut sich eine Futterstation für den Balkon. Wer aber gerne, so wie Maximilian und ich, Vogelfutteranhänger selbst herstellt, der kann dies unter der Zuhilfenahme von wenigen Küchenutensilien ganz einfach umsetzen.

DIY-Vogelfutter zum Aufhängen

Für die Herstellung von Vogelfutter bzw. eigenen Maisenknödeln benötigt ihr folgende Dinge:

  • 250g Kokosfett, zB Ceres
  • 400g Wildvogelfutter
  • 150g Haferflocken
  • Strohhalme
  • Garn oder Schnüre zum Befestigen
  • Backpapier, Topf, Löffel
  • Keksausstecher

Und so geht’s:

1. Zunächst das Kokosfett in einem Topf auf geringer Hitze zum Schmelzen bringen.

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2. Anschließend das Vogelfutter sowie die Haferflocken zufügen und gründlich durchmischen. Nun alles etwas kalt werden lassen. Dazu die Vogelfuttermischung in eine Auflaufform oder ein großes Plastikgefäß geben und im Kühlschrank oder draußen auf dem Balkon bzw. der Terrasse abkühlen lassen.

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3. Sobald das Kokosfett fester geworden ist, könnt ihr die Vogelfuttermischung in Keksformen drücken (Backpapier unterlegen!) und auf einem Brett platzieren. Strohhalme abschneiden und diese mittig in den aufgefüllten Formen platzieren, damit an dieser Stelle ein Loch entsteht. Die Förmchen auf dem Brett in den Kühlschrank stellen.

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4. Wenn die Futtermischung fest geworden ist, könnt ihr diese vorsichtig mit den Fingern aus den Förmchen drücken. Die Strohhalme entfernen, den Garn durch die nun entstandene Öffnung ziehen und einen Knoten machen.

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5. Fertig sind eure Vogelfutter-Anhänger.

 

Alternativ könnt ihr auch auf ein gekauftes Vogelfutter verzichten und stattdessen Haferflocken, Couscous, Sesam, Sonnenblumenkerne und getrocknete Früchte mit Kokosfett mischen. Und wer keine Keksausstecher parat hat, kann mit seinen Kindern auch ein paar Kiefer- oder Tannenzapfen im Wald suchen und diese dann mit der Kokosfett-Vogelfuttermischung verfeinern.

Nach einem sehr warmen Spätsommer, bin ich noch etwas unsicher, ob der Herbst sehr klat wird, weshalb wir unser selbstgemachtes Vogelfutter noch nicht an die Vogelfutterstation hängen. Temperaturen um die 20°C und viel Sonnenschein würden das Kokosfett, das als Bindemittel zwischen den Körnern eingesetzt wird, im Nu zum Schmelzen bringen. Deshalb lagern wir das Vogelfutter vorerst in einer Tupperbox im Kühlschrank und hängen es in den Garten, sobald es richtig kalt wird.

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Max und ich freuen uns schon sehr, wenn wir unser selbstgemachtes Vogelfutter im Garten aufhängen können. Aber noch mehr freuen wir uns dann darauf, unsere Essensgäste zu beobachten. Hoffentlich machen wir damit ein paar Amseln, Spatzen und Co. eine kleine Freude.

Viel Spaß beim Nachmachen!

Alles Liebe,

Sabrina von Starlights in the Kitchen

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