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Der Frühling ist die grünste Zeit des Jahres. Zahlreiche Pflanzen erwachen zu neuem Leben und schmücken die Landschaften in saftigem Grün. Darunter befinden sich auch wahre Schätze der Natur: die Wildkräuter. Lange waren sie in Vergessenheit geraten, doch seit einigen Jahren ist ihr Wert für unsere Gesundheit wieder in aller Munde. Ich möchte dir einige Wildkräuter vorstellen und habe eine rundum grüne Rezeptidee für dich.

froschblog_artikelbild_1090x500px_wildkräuter2 Wildkräuter zu ernten oder frisch auf dem Markt zu kaufen – das lohnt sich! Denn in ihnen schlummern unzählige Stoffe, die unseren Stoffwechsel unterstützen, das Immunsystem stärken und unser körperliches Wohlbefinden steigern. Kurz gesagt: Wildkräuter sind richtig gesund. Zu den Vitalstoffen, die in den grünen Wunderpflanzen stecken, zählen zum Beispiel der grüne Pflanzenfarbstoff Chlorophyll sowie zahlreiche Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Der Gehalt der jeweiligen Vitalstoffe variiert dabei von Wildkraut zu Wildkraut. Falls du dich beim Erkennen und Sammeln der Wildkräuter nicht sicher fühlst, empfiehlt es sich, einen Fachkundigen mit zu nehmen oder die Kräuter einfach auf dem Markt zu kaufen – denn es gibt (wie auch bei Pilzen) giftige Doppelgänger.froschblog_artikelbild_1090x500px_wildkräuter3

Löwenzahn ist sehr robust und wächst fast überall, wo es grünt – aber auch an dem ein oder anderen Wegrand. Sofern er noch nicht platt getrampelt wurde, kannst du ihn pflücken und zum Kochen verwenden, zum Beispiel für einen gesunden Wildkräutersalat. Doch er sollte unbedingt vorher gewaschen werden, was natürlich für alle Wildkräuter gilt.

Sie wuchert in vielen Gärten und gilt allgemein eher als penetrantes Unkraut: die Giersch. Doch statt sie nach der Gartenarbeit auf den Kompost oder in die Biotonne zu werfen, kann sie als gesunde Zutat in der Küche dienen. Zusammen mit stillem Wasser und etwas saisonalem Obst lassen sich aus Gierschblättern tolle grüne Smoothies mixen.

froschblog_artikelbild_1090x500px_wildkräuter1Die Brennnessel kennen wir hauptsächlich als stechende Pflanze, von der wir uns lieber fern halten. Doch das biestige Gewächs kann auch geerntet und gegessen werden – allerdings sollte man nur junge Brennnesselblättchen verwenden. Diese kannst du gemeinsam mit etwas Ingwer und Zitrone als wohltuenden Tee überbrühen.

Rucola wird zwar als Salatpflanze angebaut, wächst aber auch wild am Wegrand oder auf Wiesen. Deswegen kann man ihn getrost auch als Wildkraut bezeichnen. Vor allem der bitter-würzige Geschmack macht den Rucola so besonders. Zusammen mit frischen Tomaten, etwas Olivenöl, Zitronensaft, Salz und Pfeffer hast du den perfekten Snack für warme Tage.

Gleich mehrere giftige Doppelgänger hat der Bärlauch: darunter das Maiglöckchen und die Herbstzeitlose. Wenn auf Nummer sicher gehen willst, solltest du das würzige Kraut also lieber auf dem Markt einkaufen. Aber aufgepasst: Bärlauch ist nur etwas für Knoblauchfreunde, den er schmeckt und riecht extrem nach der intensiven Gewürzpflanze.

Rezeptidee: Würziges Bärlauchpesto

Zutaten:

  • 1 Handvoll Bärlauch
  • 1 Handvoll Cashewnüsse
  • Ca. 3 EL Olivenöl
  • 1 kleines Stück Parmesankäse
  • ½ Zitrone
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung:
Den gewaschenen Bärlauch in Stücke schneiden und den Parmesankäse grob raspeln. Beides gemeinsam mit den Cashewnüssen in eine hohe Rührschüssel geben. Das Olivenöl nach und nach hinzufügen und die Masse kräftig mixen – das geht entweder mit einem strapazierfähigen Pürierstab oder einem Multizerkleinerer. Die Menge des Öls sollte individuell angepasst werden, sodass ein sämiges Pesto entsteht. Zum Schluss das Ganze mit etwas Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.
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Tipp: Das Pesto schmeckt wunderbar zu Dinkelnudeln, Kartoffeln oder gegrilltem Gemüse.

Ich wünsche dir viel Freude beim Genießen der tollen Wildkräuter.

Sonnige Grüße

Emilie von ecowoman

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