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Hebammen in Deutschland – ein so wichtiges und immer wieder diskutiertes Thema, denn es werden immer weniger. Der Grund: die Haftpflicht-Versicherungsbeiträge für Hebammen sind in den letzten Jahren massiv gestiegen. Krankenhäuser reduzieren aus Kostengründen die Anzahl an Hebammen oder schließen Entbindungsstationen komplett. Bevor ich Mutter wurde, war mir nicht klar wie wichtig eine Hebamme sein kann. Nach 2 Geburten aber kann ich sagen: ich hätte eher auf meinen Frauenarzt verzichtet, als auf meine Hebamme.

In diesen 6 Momenten ist die Hebamme unsere Heldin und einfach unersetzlich: 

1. Die Hebamme macht uns startklar für das größte Abenteuer- die Geburt

Seien wir mal ehrlich, wir haben viel gehört, aber was bei einer Geburt wirklich auf uns zukommt, können wir nur erahnen. Damit wir aber dennoch halbwegs sicher und in unseren Körper vertrauend in die Geburt gehen können, gibt es Geburtsvorbereitungskurse, geleitet von einer Hebamme. Die Frau hat schon ziemlich viele Babys auf dieser Welt begrüßt, sie weiß, wovon sie spricht. Sie gibt uns Sicherheit, sie erklärt wie die Geburt im besten Fall abläuft, was wir vorher tun können, was unser Partner für uns tun kann. Die Hebamme sorgt einfach dafür, dass wir mit einem „guten“ Gefühl in dieses große, ungreifbare Abenteuer Geburt starten können.

2. Schwangerschaftsvorsorge durch die Hebamme

Neben der Vorbereitung auf die Geburt übernehmen viele Hebammen ja auch die Vorsorgen während der Schwangerschaft. Bei komplikationslosen Schwangerschaften sind sie eine echte Alternative zum Frauenarzt. Die Hebamme kommt meist nach Hause und kontrolliert die wichtigsten Eckpunkte der Schwangerschaft.

3. Sie stärkt uns den Rücken während der Geburt

Niemals werde ich meine beiden Hebammen vergessen, die mich durch meine 2 Geburten begleitet haben. Diese Frauen sind meine Heldinnen. Meine Hebamme hat mich getröstet, als ich vor Erschöpfung weinte, sie hat mich motiviert noch ein wenig durchzuhalten, als der Anästhesist für die PDA länger brauchte, sie hat mich angeleitet, mir den Weg gewiesen. Sie hat mir ein Bad eingelassen, als ich eine Pause brauchte, sie brachte mir warme Tücher zur Entspannung und nicht zuletzt organisierte sie auch meinen Mann als ich nur noch mit mir und der Geburt beschäftigt war. Eine gute Hebamme, der man vertraut, ist unter der Geburt ein echter Segen, den ich jeder werdenden Mama von Herzen wünsche.

4. Die Hebamme sorgt sich um uns und unser Baby

Das Baby ist da, nun bist Du Mutter. Und nun? Klar, vieles macht man ganz intuitiv richtig – da ist die Natur doch ein echter Schlaufuchs, dennoch gibt es Momente, in denen die Hebamme einfach wieder mal zur Heldin wird. Die Milch schießt ein und keine Frau, die das je erlebt hat, kann nachfühlen, wie schmerzhaft das sein kann. Man sitzt also verzweifelt mit Neugeborenem da, weiß kaum wohin vor Schmerz und dann zieht die Hebamme kalte Weißkohlblätter aus dem Kühlschrank. Man ergibt sich völlig, packt sich die kalten Blätter in den BH, atmet auf und niemals war man einem Menschen so dankbar für seine Hilfe :)

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5. Die Hebamme hilft mit Tipps und Tricks im Wochenbett

Das Wochenbett… der Körper bildet sich zurück, man ist im Hormonrausch mit Baby, der Körper hat ein echtes Wunder vollbracht und womöglich ein paar „Kriegsverletzungen“ davon gezogen. Die Hebamme, dein Freund und Helfer, weiß fast immer Rat. Sitzbäder, Stillhütchen, spezielle Salben und und und… Sie zaubert Dinge aus ihrem Täschchen, von denen man nie ahnte, dass es sie gibt und erst recht nicht, wie dankbar man einmal über ihre Erfindung sein würde :) Die Hebamme hilft, dass man wieder zu sich findet, sich als Neu-Mama sortiert und eben mit kleinen Tipps alles ganz gut auf die Reihe bekommt. Was täten wir ohne sie?

6. Die Hebamme weiß immer Rat, wenn das Baby nicht trinkt, schläft, Bauchweh hat…

Und dann wäre da ja auch noch das Neugeborene, unser Ein und Alles. Aber es hat furchtbar Bauchweh, weint bitterlich, mag nicht trinken, trinkt nicht genug, nimmt nicht genug zu, schläft kaum und und und. Die Sorgen, die man sich um so einen kleinen Wurm machen kann, sind ja unendlich. Die Hebamme fängt uns dann auf. Sie guckt sich das Baby an und wie immer weiß sie auch hier Hilfe. Fliegergriff, Fencheltee in die Milch geben oder einfach mal einen anderen Schnuller ausprobieren. In dieser aufregenden unbekannten neuen Welt der Mamis ist die Hebamme unser Guide für die ersten Wochen. Wäre sie nicht da, bliebe uns nur noch Google und das wäre doch ziemlich traurig, denn Google tröstet nicht, wenn man vor Überforderung einfach mal weint, Google wiegt nicht das Baby und schaut sich seinen Nabel an und Google gibt kein Gefühl von Sicherheit. Denn Hebammen. sind einfach unersetzlich!

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Allen Schwangeren wünsche ich eine ebenso wunderbare Hebamme wie ich sie hatte und eine tolle Geburt.

Alles Liebe wünscht euch

Katrin von mom’s style

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Leo Gucker sagt

Hallo, meine Frau stellt sich schon auf die Geburt ein und ist nun auf der Suche nach einer guten Hebamme. Da es jeder Zeit so weit sein kann sind wir eigentlich schon zu spät mit dieser Suche. Danke für den tollen Beitrag! https://www.fitfuersbaby.com

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Gustav Sucher sagt

Danke für den Beitrag! Meine Frau bekommt in 2 Monaten ein Kind und ich möchte sie so gut wie möglich auf die Entbindung vorbereiten. Psychisch als auch körperlich. Deshalb vielen Dank für den wunderbaren Blog Artikel!
https://www.jerabekgyn.at/

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