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Den Sommer über haben jede Menge heimischer Obstsorten Saison in Deutschland. Das ganze Jahr über freuen wir uns auf die leckeren Früchtchen und sind fast schon etwas traurig, wenn die Ernte vorüber ist. Eine tolle Möglichkeit, auch im Herbst und Winter saisonales Sommerobst zu genießen, ist das Herstellen von leckeren Marmeladen. Wie das geht, erkläre ich dir hier.

froschblog_artikelbild_1090x500px_marmelade 3Der deutsche Obstsommer kann sich sehen lassen: Im Mai ist Rhabarberzeit und im Juni geht es weiter mit Erdbeeren, Johannisbeeren, den ersten Himbeeren und Kirschen. Im Juli kommen Aprikosen, Heidelbeeren, Stachelbeeren, Mirabellen und Pfirsiche hinzu und im August sind die ersten Pflaumen reif, sowie Trauben, Brombeeren, Äpfel und Birnen. Bei dieser Vielfalt an heimischem Sommerobst macht es richtig viel Spaß, Marmelade einzukochen.

Selbstgemachte Marmeladen aus allerlei Früchten

Für klassische Marmeladen kannst du zum Beispiel Erdbeeren, Aprikosen, Pfirsiche, Kirschen und alle möglichen Beerenfrüchte verwenden. Quitten, Äpfel und Birnen hingegen eignen sich für ein fruchtiges Gelee. Schön sind auch Kombinationen aus Früchten imMarmeladenglas – wie zum Beispiel Aprikose und Pfirsich oder Erdbeere und Rhabarber. Dabei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.froschblog_artikelbild_1090x500px_marmelade 4 Die Basics

Klassische Marmeladen lassen sich ganz leicht herstellen. Du benötigst lediglich deine Lieblingsfrüchte, Gelierzucker und bei Bedarf noch etwas Zitronensäure, welche die Marmelade beim Eindicken unterstützt. Anstelle von herkömmlichem Gelierzucker kannst du zum Beispiel Gelierzucker aus Rohrzucker oder reines Apfelpektin verwenden – beides gibt’s im Bioladen zu kaufen. Der Vorteil beim Apfelpektin: Du bestimmst selbst, wie viel Zucker und vor allem welchen Zucker – ob Kokosblütenzucker, Rohrzucker oder Agavendicksaft – du deiner Marmelade zufügst.froschblog_artikelbild_1090x500px_marmelade 1 Und so geht’s

Ich habe mich dieses Jahr für eine Aprikosen-Vanille-Marmelade mit Gelierzucker aus Rohrzucker im Verhältnis 2 zu 1 entschieden – so habe ich weniger Zucker in meiner Marmelade als im Verhältnis 1 zu 1. Ich gebe also 1 Packung Gelierzucker von 500 g auf 1 kg Obst. Da ich 2 kg Aprikosen einkochen möchte, verwende ich einfach 2 Packungen Gelierzucker. Nachdem ich die Aprikosen gewaschen, vom Stein entfernt und in kleine Würfel geschnitten habe, gebe ich sie mit dem Saft einer Zitrone in einen hohen Topf, schließlich soll nichts herausspritzen. Anschließend kommt der Gelierzucker dazu und ich lasse die Obstmasse nun auf dem Herd ordentlich aufkochen. Nach 5 bis 10 Minuten nehme ich den Topf vom Herd, zerdrücke die Aprikosenstückchen vorsichtig mit dem Kartoffelstampfer und rühre die Masse noch einmal um. Nun kann ich meine erste Gelierprobe machen.froschblog_artikelbild_1090x500px_marmelade 2 Eine Gelierprobe ist immer gut

Um zu testen, ob meine Marmelade die richtige Konsistenz hat, gebe ich einen großzügigen Kleks der heißen Fruchtmasse auf einen Teller und beobachte diesen. Wird er nach 1 bis 2 Minuten etwas fester, kann ich sicher gehen, dass die Marmelade auch später im Glas fest werden wird. Bleibt der Kleks flüssig, lasse ich die Masse noch ein wenig kochen und wiederhole die Gelierprobe nach einigen Minuten noch einmal.

Das gewisse Etwas

Zum Verfeinern meiner Marmelade verwende ich dieses Jahr frische Vanille, die passt wunderbar zu Aprikosen. Je nach Obstsorte kann du zum Beispiel auch sanftes Rosenwasser oder feuriges Chili deiner Marmelade hinzufügen. Richtig exotisch wird es mit Kräutern wie Rosmarin oder Salbei, Rosmarin kannst du wunderbar mit Aprikosen kombinieren. Vanille passt zu fast jeder Obstsorte, Rosenwasser macht sich besonders gut in Erdbeer- und Himbeermarmelade und Chili passt gut zu Brombeeren.

Jetzt geht’s ans Eingemachte

Nachdem ich die frische Vanille aus der Schote gekratzt – die ausgeschabte Vanilleschote hebe ich übrigens auf und erwärme sie mit etwas Mandelmilch, Kurkuma und Zimt (ein tolles Getränk für regnerische Sommertage) – und in die Marmeladenmasse gerührt habe, kann ich meine Gläser füllen. Falls sich Schaum auf der Marmeladenmasse gebildet hat, schöpfe ich diesen einfach ab, der muss nicht mit ins Glas. Für das Abfüllen verwende ich eine klassische Soßenkelle, diese hat eine schmale Ausbuchtung sodass nichts daneben geht. Die Gläser habe ich kurz mit heißem Wasser ausgespült, nun kann ich meine Marmelade abfüllen. Nachdem ich die Deckel auf die gefüllten Gläser geschraubt habe, drehe ich sie um und lasse sie etwa 5 Minuten auf dem Kopf stehen – das soll restliche Keime am oberen Teil des Glases sowie am Deckel abtöten, schaden kann’s ja nicht. Und schon ist sie fertig: meine Sommermarmelade. Zu guter Letzt beklebe ich die Gläser mit dekorativen Etiketten, die ich vorher mit „Aprikose-Vanille“ beschriftet habe. Mit Sicherheitwerde ich das ein oder andere Exemplar verschenken. Denn wer freut sich nicht über ein schönes Glas hausgemachte Marmelade? Ich freue mich jedenfalls riesig darauf, dass meine Aprikosen-Vanille-Marmelade in der kalten Jahreszeit ein wenig Sommer auf den Frühstückstisch bringen wird.froschblog_artikelbild_1090x500px_aprikosenmarmeladenUnd dir wünsche ich ganz viel Spaß beim Experimentieren, Kochen und Genießen deiner eigens kreierten Sommer-Marmelade!

Sonnige Grüße,

deine Emilie von ecowoman.

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