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Elternzeit ist eine wunderbare Sache und eine ganz besondere Zeit. Für alle, die bewusst oder eben schlicht aus Notwendigkeit in den Beruf zurückkehren hat sie jedoch irgendwann ein Ende und der berufliche Wiedereinstieg steht an. Obwohl der Job meist bekannt ist, die Kollegen keine Fremden und die Aufgaben klar sind, ist es in der Regel doch recht aufregend seinen kleinen Mama-Kosmos wieder zu verlassen und in die Arbeitswelt zurückzukehren.

Egal ob nach 5 Monaten, einem oder drei Jahren. Damit die Rückkehr in den Job gelingt, gibt es ein paar Dinge, die ihr schon während der Elternzeit machen könnt:

#1 Während der Elternzeit den Kontakt halten

Das Kind ist da, der Alltag steht Kopf und der Job ist gefühlt ganz weit weg. Vollkommen normal… Aber: um die spätere Rückkehr an den Arbeitsplatz zu vereinfachen, sollte der Kontakt zum Unternehmen während der Elternzeit nicht vergessen werden. Denn es macht es für den Arbeitgeber, die Kollegen und letztlich für einen selbst deutlich einfacher zurück zu kommen, wenn man auch während der Elternzeit mal das Baby gezeigt oder auf einen Kaffee reingeschaut hat und so ein wenig „am Ball“ geblieben ist.

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#2 Wie sieht für Dich der optimale Wiedereinstig in den Beruf aus?

Vor der Geburt macht man sich ja meist schon Gedanken, wie die berufliche Zukunft mit Kind aussehen könnte. ABER: nach der Geburt ist das Gefühl oft ein ganz anderes und die rationalen Gedanken von vor der Geburt gehören der Vergangenheit an. Da ist es plötzlich vollkommen utopisch fast Vollzeit zu arbeiten oder das Kind schon mit 10 Monaten in eine Krippe zu geben. Darum: gebt euch nach der Geburt einige Monate der Gewöhnung und einfach Luft und Raum. Mit der Zeit werdet ihr dann schnell merken, was für euch geht, was sein muss und wie die Rückkehr an den Arbeitsplatz für euch und eure Familie am besten aussieht.

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#3 Achtung: Teilzeit ist KEINE Selbstverständlichkeit

Viele meinen, dass der Anspruch seinen Vollzeitjob nach der Elternzeit in einen Teilzeitjob umzuwandeln selbstverständlich besteht. Das ist jedoch nur so, wenn der Job bereits länger als 6 Monate besteht, das Unternehmen mehr als 15 Mitarbeiter hat und es keine betrieblichen Gründe gibt, die gegen Teilzeitarbeit sprechen. Und Achtung, spätestens 3 Monate vor der Rückkehr in den Job muss die Reduzierung der Arbeitszeit mündlich und schriftlich beim Arbeitgeber vorliegen.

#2 Rechtzeitig die Modalitäten der Rückkehr klären

Während eurer Abwesenheit können sich Umstände im Betrieb verändern, darum: sucht rechtzeitig das Gespräch mit eurem Vorgesetzten und habt für euch einen konkreten Plan, wie ihr künftig gerne arbeiten möchtet. Die meisten Mütter reduzieren ihre Arbeitszeit nach der Geburt des Kindes, aber denkt daran: Oft ist eine spätere Aufstockung der Stunden nicht so einfach möglich und es besteht kein Rechtsanspruch auf eine Rückkehr zur Vollzeitstelle, nachdem man einige Zeit in Teilzeit tätig war.

#3 Urlaubsanspruch abklären

Sofern nicht sämtlicher Urlaub vor der Elternzeit genommen wurde besteht ein Resturlaubsanspruch, der auch genommen werden kann. Zudem wird auch während des Mutterschutzes Urlaubsanspruch erworben. Die Modalitäten, wie dieser Urlaub genommen werden kann, sollten vor Arbeitsantritt geklärt sein.

#4 Familienorganisation

Zu guter Letzt, wenn alle Punkte rund um den Arbeitgeber geregelt sind, heißt es auch noch die Familie auf Kurs zu bringen und sich für das eine oder andere direkt einen Plan B bereitzulegen. Zunächst müssen die alltäglichen Themen geklärt sein: Wer bringt das Kind zum Kindergarten, wer holt es ab? Aber auch für den Krankheitsfall, der ja gerade in der Anfangszeit in einer KiTa und im Winter immer mal eintritt, sollte man sich schon einmal Gedanken gemacht haben. Gibt es Oma, Opa oder Freunde und Verwandte in der Nähe, die im Zweifel mal einspringen könnten? Denn: die 10 Kind-krank-Tage pro Jahr sind bei durchschnittlich 10 Infekten, die ein Kleinkind im Jahr durchmacht, schnell erschöpft. Und aufgepasst: sind diese Tage genutzt und das Kind wird krank, solltet ihr euch auf keinen Fall einfach selbst krank schreiben lassen, das ist nämlich ein fristloser Kündigungsgrund! Lieber das offene Gespräch mit dem Arbeitgeber suchen und eine Lösung suchen.Artikelbild1

Ich hoffe es war der ein oder andere hilfreiche Gedanke für eure Rückkehr in den Beruf dabei. Ich wünsche euch alles gute beim Neustart ins „alte Leben“.

Eure

Katrin von mom’s style

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