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Bienen arbeiten hart! Doch nicht nur damit wir unser Honigbrot genießen können – die fleißigen Insekten leisten noch viel mehr! Hier erfährst du, warum Bienen so wichtig für uns Menschen sind, welche Gefahren den Bestäubern lauern und wie wir ihren Lebensraum verbessern können.

In einem Bienenstock ist so einiges los! Da tummeln sich Arbeiterinnen, Drohnen und eine Königin. Während die Drohnen – das sind die Männchen unter den Bienen – fleißig junge Bienenköniginnen aus anderen Völkern begatten, ist die Königin damit beschäftigt, Eier zu legen. Dabei wird sie von den Arbeiterinnen umsorgt. Das sind die fleißigen Bienenweibchen, die immer wieder hinaus fliegen um Nektar einzusammeln und dabei alle möglichen Pflanzen bestäuben. Aber das ist nicht ihre einzige Aufgabe, denn im Bienenstock gibt es unheimlich viel zu tun. Zum Glück ist das Bienenvolk richtig schlau und hat eine klare Arbeitsteilung: Einige putzen die Waben, manche bewachen den Bienenstock und andere legen den Futtervorrat für den Winter an.froschblog_artikelbild_1090x500px_biene2 Ohne Bienen kein Leben

Für unser Leben brauchen wir Bienen! Sie tragen einen großen Teil zur biologischen Vielfalt bei. Dank ihrer Bestäubungsleistung gibt es jede Menge Obstbäume, Gemüsepflanzen und Ölsaaten, die uns und viele Tiere ernähren. Wichtige Kulturpflanzen, wie zum Beispiel der Apfelbaum, sind ganz besonders auf die Arbeit der fleißigen Bestäuber angewiesen. Auf die Frage „Was wäre, wenn es auf einmal keine Bienen mehr gäbe?“ hatte bereits Albert Einstein eine Antwort: „Stirbt die Biene, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben.“ Umso schlimmer also, dass es in den letzten Jahren zu einem Rückgang der Bienen gekommen ist.

Warum sind Bienen in Gefahr?

Bienen brauchen einen passenden Lebensraum, in dem verschiedene Wildblumen und andere Pflanzen wachsen – denn sie müssen sich, genauso wie wir Menschen, abwechslungsreich und gesund ernähren. Durch intensive landwirtschaftliche Bearbeitung schwinden immer mehr bienenfreundliche Lebensräume. Doch das ist nur eine der Gefahren. Wenn die Biene von Blüte zu Blüte fliegt, um den Nektar heraussaugen, kommt sie mit Pestiziden in Kontakt, die beim Anbau vieler Pflanzen eingesetzt werden. Aber damit nicht genug: Bakterien und Parasiten, wie zum Beispiel die Varroamilbe, sind eine weitere Bedrohung für die fliegenden Insekten. Und manchmal kommt es sogar zu einem plötzlichen Sterben ganzer Bienenvölker.froschblog_artikelbild_1090x500px_biene3

Wie können wir die Bienen unterstützen?

Es gibt Dinge, die wir tun können, um dem Rückgang der Bienen entgegen zu wirken. Wenn du einen Garten oder einen Balkon hast, kannst du dort bienenfreundliche Pflanzen wachsen lassen. Es gibt wunderschöne Wildblumenmischungen für die Wiese. Aber auch Obstbäume und Sträucher – wie zum Beispiel von Apfel, Brombeere oder Himbeere – locken Bienen an. Wenn du keinen Garten, aber einen Balkon hast, eignen sich Kräuter, die zudem noch richtig lecker schmecken: Rosmarin, Koriander und Borretsch sind besonders bienenfreundlich. Ein Insektenhotel hingegen ist eher was für den Garten. Es soll den kleinen Tierchen beim Nisten und Überwintern helfen. Bevor du dir ein solches Hotel kaufst, informiere dich am besten ausführlich, ob dein gewähltes Modell auch wirklich geeignet ist. Speziell für Bienen kannst du alternativ Bienenbrettchen oder Bienensteine in den Garten setzen. Falls du weder Balkon noch Garten zur Verfügung hast, kannst du trotzdem deinen Beitrag leisten: Indem du beispielsweise dein nächstes Glas Honig aus heimischer Produktion kaufst, unterstützt du die regionalen Imkereien.froschblog_artikelbild_1090x500px_biene1 Meinen Balkon werde ich mit Rosmarin und herrlich duftendem Lavendel bepflanzen – in der Hoffnung, dass viele Bienchen sich dort fleißig ihren Nektar holen. Vielleicht hast du ja auch Lust, deinen Garten oder Balkon mit bienenfreundlichen Pflanzen zu schmücken. :)

Sonnige Grüße,

deine Emilie von ecowoman.

 

Quellen: BMEL; Deutscher Imkerbund e. V.; www.wasistwas.de
Bildquellen: Boris Smokrovic; Depsitphotos

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grinsekatze19 sagt

Bienen sind schon sehr interessante Tiere. Ich könnte den ganzen Tag damit verbringen, ihr Kommen und Gehen zu beobachten.
Und Bienen halten ja auch sonstige Schädlinge sehr gut fern - das ist quasi die beste natürlich Schädlingsbekämpfung.

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Torsten Jäger sagt

Hallo und danke für den tollen Artikel! Es ist wichtig und möglich, dass wir alle etwas tun zum Schutz der Bienen. Und zwar nicht nur der Honigbienen, sondern auch der vielen Wildbienenarten, die in ihren Beständen immer weiter zurückgehen.
Ich habe in unserem Bodenheimer Gemeindepark schon 2013 eine Wildbienen-Kapelle installiert und drumherum eine Blumeninsel angelegt. Und auch in meinem Garten finden sich einige selbst gebaute Nisthilfen. Da ich mich für die Recherche zu meinem Krimi "Todes Mais" auch mit dem Leben der Honigbiene beschäftigt habe, hat mich die Faszination zu diesem Thema nicht mehr losgelassen. Und so besuche ich momentan einen Imkerkurs, da ich nächstes Jahr ein Volk in meinem Garten ansiedeln und es möglichst artgerecht halten möchte.
Ich denke daher auch, wir können alle etwas tun.
Viele Grüße
Torsten

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Jutta sagt

Danke für den tollen Artikel. Ich habe festgestellt, dass man langsam wach wird. In vielen Gemeinden in meiner näheren Umgebung gibt es bereits wieder bienenfreundliche Sommerblumen und es werden jährlich neue "Wiesenblumen" ausgesät. Übrigens mögen nicht nur die Bienen den Lavendel. Ich beobachte in meinem Gärtchen, dass auch Schmetterlinge, insbesondere Zitronenfalter ganz wild auf Lavendel sind. Es ist herrlich anzuschauen, wie die Tierchen um die Büsche "tanzen". Hoffen wir, dass auch die nachfolgenden Generationen diese bezaubernden Geschöpfe noch sehen können. Gemeinsam schaffen wir das.
Zuversichtliche Grüße
Jutta

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