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Ob Winterfell, Kältestarre oder lieber Winterschlaf: Unsere heimischen Wildtiere haben verschiedene Strategien, um durch die kalte Jahreszeit zu kommen. Damit gut gemeinte Hilfe bei ihnen ankommt, zeige ich dir die besten Tipps, um den Tieren durch den Winter zu helfen.

Der Winter ist eine wunderschöne Jahreszeit, die wir Menschen in unseren kuscheligen Häusern genießen. Die Wildtiere bleiben dagegen draußen in der Kälte, was einige unter ihnen leider nicht überstehen. Dabei ist neben der Kälte auch der Hunger ein häufiges Problem. Doch brauchen die Wildtiere wirklich unsere Hilfe? Wann können die Tiere auf Hilfe verzichten und wann ist sie wirklich sinnvoll? Hier zeige ich dir alle wichtigen Infos rund um das Thema Wildtiere im Winter und wie man sie richtig unterstützen kann.
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Natürlicher Schutz gegen die Kälte

Vielen Säugetieren wie Rehen oder Füchsen wächst schon im Herbst ein warmes Winterfall. Es ist deshalb so warm, weil es zwischen dem längeren Deckhaar und dem kurzen, krausigen Wollhaar viel Luft einschließt, die den Körper isoliert und warmhält. Auch Vögeln wächst ein Wintergefieder. Andere Tiere verschlafen die kalte Jahreszeit: Mit dem Winterschlaf schützen sich Igel, Mäuse, Siebenschläfer & Co. vor Erfrierung und Hunger. Die Körperfunktionen laufen auf Sparflamme, wodurch die Tiere weder fressen noch trinken müssen – und das für mehrere Monate. Auch Fischen macht die Kälte nichts aus, solange das Gewässer, in dem sie schwimmen, tief genug ist. Am Grund sammelt sich das warme Wasser, wo Fische und Kleinlebewesen überleben. Frösche und Molche suchen sich dagegen einen geschützten Ort unter Steinen oder Wurzeln, wo sie in eine Winterstarre verfallen, in der sich die Körpertemperatur der Außentemperatur angleicht. Ähnlich dem Winterschlaf werden dadurch alle Körperfunktionen auf ein Minimum beschränkt.froschblog_artikelbild_1090x500px_eichhörnchenh

Wann ist Hilfe notwendig?

Mutter Natur wirkt wahre Wunder, wenn es darum geht, ihre Geschöpfe vor der Kälte zu schützen. Daher sind die meisten Tiere auch im Winter nicht auf unsere Hilfe angewiesen. Bestimmt bist du im Wald auch schon einmal an Futterkrippen für Wildtiere vorbeigelaufen, die mit Heu befüllt werden. Dieses Füttern gilt als umstritten, denn es stört die natürliche Auslese, durch die die Natur sicherstellt, dass ein gesunder, starker Nachwuchs im Frühjahr heranwachsen wird. Auch Vögel sind nicht auf unser Futter angewiesen, doch gegen maßvolles Füttern ist gerade in strengen Wintern nichts einzuwenden. Meisenringe,- knödel oder Futterampeln werden von Naturschützern empfohlen, denn sie bieten weniger Gefahr für die Übertragung von Krankheiten wie bei Vogelhäuschen oder Futter, das auf dem Boden verstreut wird. Brot und Speisereste sind dagegen nicht zum Füttern von Vögeln geeignet. Igel freuen sich über Gärten, die nicht zu ordentlich und aufgeräumt sind. In niedrigem Buschwerk, Laub- oder Reisighaufen finden sie eine Unterschlupfmöglichkeit oder sogar ein Überwinterungsquartier im Igelhäuschen.
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Tierschutzvereine im Winter unterstützen

Vom Winter über die Kältestarre bis hin zum Winterschlaf haben die Tiere ganz unterschiedliche Wege entwickelt, um mit der kalten Jahreszeit umzugehen. Gut gemeinte Hilfe hat leider manchmal unbeabsichtigte Folgen, deshalb überlässt du die intensive Hilfe am besten den Profis. Zahlreiche engagierte Helfer setzen sich in Tierschutzvereinen und Auffangstationen für den Schutz und die Rechte der Tiere ein. Dafür das nötige Geld zu finden ist oftmals die schwierigste Aufgabe. Besonders in der Weihnachtszeit tut eine kleine Spende an Tierschutzorganisationen deshalb beiden Seiten gut und die Tiere bekommen nicht nur in der kalten Jahreszeit, sondern auch im neuen Jahr wieder die nötige Hilfe, die sie verdienen.

Liebe Grüße,
eure Isabel von ecowoman.

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