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„Das bisschen Haushalt macht sich von allein!“ Ganz bestimmt nicht, denn als Mutter, die gemeinsam mit zwei Söhnen, einem Mann und zwei Stubentigern in einem Haus lebt, kann ich sagen, dass die Hausarbeit stets gut geplant sein will.

In den vergangen zwei Jahren stand ich als Mama oft ratlos vor einem Berg Wäsche, wusste nicht, wie ich rechtzeitig ein gesundes Essen auf den Tisch bringen sollte oder wie ich das Haus auch nur annährend sauber halten könnte. Mittlerweile habe ich ein paar Lösungsansätze gefunden, die mir den Haushaltswahnsinn mit Kind und Kegel etwas leichter machen.

Hier sind für euch meine 10 Tipps, um im normalen Haushalts-Wahnsinn als Frau mit Kindern einen kühlen Kopf zu bewahren:

1. Haushalt planen: To-Do-Liste oder Wochenplan

Früher dachte ich immer, dass ich den Hausputz mal eben an einem Wochenendtag erledigen kann. Das klappte auch ganz gut, bis ich selbst Mama wurde. Im Alltag mit Kindern fehlt oft die Zeit für ausgiebiges Putzen und dennoch möchte man sein Zuhause sauber halten. Darum habe ich mir angewöhnt, einen Haushaltsplan zu erstellen, in dem ich mir für jeden Wochentag eine Aufgabe notiere (z.B. Montag staubwischen, Dienstag Fenster und Spiegel putzen, Mittwoch Boden wischen usw.), die ich erledige, wenn die Kinder schlafen oder mein Mann von der Arbeit nach Hause kommt und Zeit dafür bleibt. Wer keinen Plan schreiben mag, kann sich auch eine To-Do-Liste anlegen und diese über die Woche verteilt – je nach freier Zeit – abarbeiten.

2. Aufgaben klar verteilen

Es bringt nun mal nichts, sich als Frau und Mama mit Kochen, Putzen, Kindererziehung und Berufstätigkeit komplett zu überfordern. Daher mein Tipp, wenn möglich auch den Partner um Hilfe bitten und diesem eine Aufgabe zuteilen. Wer möchte, kann dies auch gleich vorab besprechen und im Haushaltsplan eintragen. Ältere Kinder können ebenso mitarbeiten und sich bei Bedarf durch Staubsaugen oder Staubwischen ein bisschen Taschengeld dazu verdienen.

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3. Schmutz vermeiden

Im Haushalt mit Kindern kann man Schmutz vermeiden, wenn man vorab überlegt handelt:

  •  Wo Kinder essen, wird nun mal daneben gebröselt. Hier sollte man sich am besten nach der Mahlzeit oder dem Snack angewöhnen, gleich den Tisch abzuwischen und die Krümel in den Mülleimer zu werden.
  • Wenn es regnet oder schneit, werden die Schuhe idealerweise bereits vor der Haus- oder Wohnungstür ausgezogen. Das spart lästige nasse Fußabdrücke oder schlammige Spuren am Parkett bzw. den Fliesen. Wer möchte kann stattdessen eine Abtropftasse für Schuhe verwenden oder einen Teppich auflegen, auf dem die Schuhe abgestellt warden können.
  • Das Gleiche gilt für einen Spielplatzbesuch im Sommer. Anfangs ist es mir immer wieder passiert, dass sich der Spielsand aus der Sandkiste im ganzen Flur verteilt hat und anschließend auch in die restlichen Räume weiter verteilt wurde. Jetzt ziehen wir Sandalen oder Schuhe sowie Socken schon vor der Haustür aus und somit spare ich mir schon mal eine Extra-Tour mit dem Staubsauger. Sollten die Hosen eurer Kinder aufgekrempelt sein, unbedingt auch dort den Sand ausschütteln.

4.       Speisepläne erstellen und auf Vorrat kochen

“Was soll ich heute kochen?” Bereits vor dem Wochenende überlege ich mir, was ich für die Familie kochen kann. Donnerstags durchforste ich Kochbücher, Blogs oder frage meinen Mann bzw. meinen großen Sohn, was sie denn gerne essen möchten. Dann schreibe ich einen Speiseplan samt Einkaufsliste und behalte dadurch den Überblick über Mittag- und Abendessen. Es muss auch nicht immer ein Drei-Gänge-Menü sein, oft tut es auch eine kalte Jause am Abend oder eine schnelle Suppe zu Mittag. Manchmal schafft man es dennoch nicht an den Herd und dann ist es von Vorteil, wenn man Gerichte bereits vorgekocht und eingefroren hat. Ich koche deshalb gerne mehr Bolognese-Sauce oder Gemüsesuppe, die ich dann portioniere und im Tiefkühler verstaue.

5. Wäsche

Mein Mann und ich hatten schon zu zweit so einiges an Wäsche, aber seit wir zwei Kinder haben und mein Mann beruflich auch noch vermehrt Hemden, Sakos und Co. trägt, komme ich mit dem Wäschewaschen kaum noch hinterher. Ich trenne daher die Wäsche schon im Badezimmer, wasche täglich zwei kleine Pakete, die bis zum nächsten Tag im Keller trocknen können und behandle hartnäckige Speiseflecken (Kürbis und Co.) bereits vorab mit Vorwaschsprays (z.B. Frosch Baby Vorwasch-Spray). Ein Trockner spart zusätzlich Zeit und frisst heute nicht mehr so viel Energie wie damals.

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6. Putzmittel ist nicht gleich Putzmittel

Seit ich Mama bin achte ich darauf, mit welchen Reinigungsmitteln ich unser Haus sauber halte und mit welchem Waschmittel ich die Kleidung meiner Kinder wasche. Davor war es mir ehrlich gesagt egal, was in den einzelnen Fläschchen drinnen ist, solange die Putzmittel günstig waren und ich alles sauber bekam. Inzwischen ist das anders, denn ich lege nun viel mehr Wert darauf, dass ich auch möglichst chemiefrei putze. Da wir unsere Jungs zum Beispiel jeden Tag baden, schruppe ich die Wanne samt Armaturen nur noch mit Bio-Reiniger wie z.B. dem Frosch Citrus Dusche- und Bad-Reiniger. Für Babywäsche und Kinderkleidung benutze ich jetzt auch hautschonende Waschmittel zB aus der Baby Produktserie von Frosch. Und noch ein Tipp zur Ausstattung: Lieber etwas mehr Geld für einen guten Wischmopp ausgeben, mit dem das Putzen leichter von der Hand geht, als sich bei der Tätigkeit ständig zu ärgern.

7. Chaos sofort beseitigen

Herumliegende Lego- und Duplosteine oder kleine Spielzeugautos verteilen sich gerne überall im Haus, landen unterm Esstisch oder dem Sofa. Wer das Chaos immer gleich nach dem Spielen beseitigt (gerne auch mit den Kindern), hat nachher weniger Arbeit. Das gilt auch für den Abwasch: Wenn möglich die Teller gleich in den Geschirrspüler einsortieren, anstatt abends einen riesen Stapel dreckigen Geschirrs wegräumen zu müssen. Schließlich braucht man auch als Mama abends eine Pause und kann sich diese durch ein paar Handgriffe, die über den Tag hinweg erledigt werden, dann auch gönnen.

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8. Müll einsparen

Wenn man als Mama täglich frisch kocht und den ganzen Tag mit den Kindern zuhause ist, entsteht nun mal einiges an Müll. Doch dieser kann vermieden werden, indem man beispielsweise keine unnötigen Plastiktüten mit nach Hause schleppt, sondern lieber einen Einkaufskorb verwendet. Oder Obst und Gemüse einfach einmal frisch und einzeln kaufen, als abgepackt. Wer clever einkauft, hilft der Umwelt und spart sich selbst einiges an Verpackungsmaterialien. Man kann auch beim Altpapier einsparen, beispielsweise bei Flugblättern, die bei Bedarf mittels Sticker abbestellt werden können. Es gibt hierfür nämlich praktische Aufkleber für den Briefkasten, mit denen Postwurfsendungen nicht mehr im eigenen Haushalt landen. Bei Interesse kann man heutzutage ja auch online die Flugblätter der Läden einsehen und verpasst so keine Sonderangebote.

9. Baby, Kind und Putzen koordinieren

Je nach Alter des Kindes gibt es diverse Möglichkeiten, dieses zu beschäftigen und den Haushalt trotzdem zu erledigen. Babys können beispielsweise im Tragetuch getragen werden, während Kleidung in den Schränken einsortiert wird. Das Kleinkind kann am Sofa ein Buch durchblättern, während Mama nebenher staubwischt oder Fenster putzt. Oder man lässt sich von den Zwergen helfen und bindet sie spielerisch mit ein. Mein großer Sohn mobbt beispielsweise immer neben mir her, während ich den Boden sauge.

10. Ein steriles Haus ist Kindern nicht wichtig

Hier gilt: Einfach mal den Perfektionismus ablegen! Mein Haushalt war so gut wie perfekt bevor ich Kinder hatte. Logisch, ich hatte Zeit zum Putzen, die Wäsche lag nie lange rum und Unreinheiten wurden auf ein Minimum reduziert. Mit Kindern geht das nunmal nicht und es muss auch nicht alles klinisch sauber gehalten werden. Bei uns im Obergeschoss, wo Besuch nicht hinkommt und sich nur die Schlafräume sowie unser Bad befinden, wird weniger oft aufgewaschen als im Untergeschoss, wo wir auch Besuch empfangen. Überlegt euch, welche Zimmer besonders sauber sein sollen und in welchen das Putzen auch an einem anderen Tag erfolgen kann. So bleibt mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge, nämlich Zeit mit euren Liebsten.

 

Kennt ihr solche Probleme im Haushalt? Wenn ja, vielleicht konnte ich euch mit meinen Tipps ja weiterhelfen.

 

Alles Liebe,

Sabrina von Starlights in the Kitchen

 

 

 

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Lisa Rosenbaum sagt

Vielen Dank für den Beitrag.
Wir wohnen in einem fünfköpfigen Haushalt und da kann man sich vorstellen, dass es hin und wieder stressig hergeht. Neulich haben wir eine Option gefunden um Jause bestellen zu können. Dies war für meine Mutter hilfreich.

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Frederika sagt

Tolle Tipps! Mit der Zeit entwickelt man im Haushalt einfach seine Routinen. Für mich konnte ich hier vor allem die TO-DO Listen nochmal ins Gedächtnis rufen. Die werde ich in nächster Zeit versuchen, wieder stärker zu integrieren!

Viele Grüße aus dem Haushalt, Frederika :)

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Flo sagt

Danke für all die Tipps. Vielleicht habt ihr noch eine Idee, wie man die Wäsche am schnellsten vorsortieren kann? Bei Socken bin ich schon gut aufgestellt, da nehme ich die Sockenclips. Aber vielleicht gibt es ja noch mehr Tipps. Lieben Dank!

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Franzi sagt

Hallo,

ist zwar schon länger her, aber vielleicht kommt es noch an.
Wir haben keinen Trockner und auch nur begrenzten Platz zum Hängen.
Ich habe mir ein System zum Aufhängen angeeignet und beim Abnehmen sortiere ich gleich nach Bügel- und Nichtbügelwäsche.

Liebe Grüße
Franzi

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Sabrina, Bloggerin
Sabrina sagt

Lieber Flo,
danke für deine Nachfrage. Bezüglich Wäsche vorsortieren habe ich bereits im Badezimmer zwei verschiedene Wäschekörbe stehen. Einen für Buntwäsche und einen für die weiße Wäsche. Erst im Keller sortiere ich dann noch mal direkt vor der Waschmaschine in 30°, 40°C oder 60°C Wäsche :-).

Liebe Grüße,
Sabrina

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Haris Pilton sagt

"Ältere Kinder können ebenso mitarbeiten und sich bei Bedarf durch Staubsaugen oder Staubwischen ein bisschen Taschengeld dazu verdienen." Ja nicht die lieben Kleinen überfordern , sondern nur bei Bedarf, aber ja nicht richtig damit sie es auch ja nicht richtig lernen.
Ich habe in den letzten Jahren in vielen Wohngemeinschaften gelebt und 95 % des Nachwuchses ist noch nicht mal in der Lage eine Lappen richtig zu halten. Wenn ich so was lese wird mir auch so langsam klar warum. Helikoptereltern lassen grüßen. Und wenn man dann noch liest ,dass die Kinder auch noch Geld dafür bekommen dass sie im Haushalt helfen bleibt der Bissen komplett im Halse stecken.

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Michael Wieser sagt

Was ist das denn für eine sexistische Sch***e? Immer wieder wird das Bild der Frau gezeichnet, die sich um den Haushalt kümmert. Da wundert es mich auch einfach nicht, dass dieses Rollenbild immer noch in so vielen Köpfen fest verankert ist. Die Frau ist zu Hause mit den Kindern und sorgt für ihren Mann, der arbeiten geht und sich karrieremäßig komplett ausleben kann. Ich könnte jedes Mal kotzen, wenn ich Berichte wie diesen hier lese...

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Franziska, Froschexpertin
Franziska sagt

Hallo Michael, ich möchte mich auch noch einmal kurz zu Wort melden. :) Natürlich kannst du jederzeit deine Meinung auf unserem Blog kundtun, das möchten wir ja auch. Aber deine Wortwahl ist nicht ganz so schön und wir möchten dich daher bitten in Zukunft auf diese zu achten und würden uns wünschen, dass es zu solchen Kommentaren in der Form nicht mehr kommt. Viele Grüße und eine schöne Woche, Franziska

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Sabrina, Bloggerin
Sabrina sagt

Hallo Michael, ich schreibe aus meiner Sicht, so wie ich es erlebe und lebe und in diesem Fall kümmere ich mich in erster Linie um die Kinder und den Haushalt. Dass es natürlich auch anders herum geht, das stimmt. Aber wie gesagt, ich berichte aus meinem Leben und sage nicht, dass es nur diesen Weg gibt.

Viele Grüße, Sabrina

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