background

Der graue Winter hat unseren Garten ziemlich mitgenommen. Aber keine Sorge: Der Frühling naht! Und die Sonne lockt die ersten Sprossen hervor. Mit diesen Gartenpflege-Tipps und der richtigen Wahl deiner Blumenerde greifst du den Pflanzen unter die Arme und kannst dich auf einen schönen Sommergarten freuen.

Sieht dein Garten nach dem Winter auch so schrecklich trist aus? Dabei werden die Tage jetzt wieder länger und die Sonne lockt die Natur aus ihrem Winterschlaf. Im Frühling ist es besonders wichtig, dass du dich um deinen Garten kümmerst, um dich auf satte Farben und eine reichhaltige Ernte freuen zu können. Die folgenden Tipps und Tricks helfen dir dabei.

froschblog_artikelbild_1090x500px_ecowoman2

1.       Das Vorziehen ist der Start

Zunächst ist es wichtig, die richtige Blumenerde für die ersten Sämlige zu wählen: Mit spezieller Aussaaterde können sie jetzt schon vorgezogen werden. Empfindliches und wärmebedürftiges Gemüse wie Paprika oder Tomaten stellst du am besten auf eine helle Fensterbank oder in ein kleines Gewächshaus. Paprikasamen solltest du bis Ende Februar pflanzen, den Tomaten kannst du bis Mitte März Zeit lassen. Ab März können dann Möhren, Radieschen, Rucola oder kleine Battsalate direkt ins Beet gesät werden. Vielleicht hast du ja auch Lust, mal eine neue Gemüsesorte aus dem Gartenfachgeschäft auszuprobieren?

2.       Optimale Bodenvorbreitung für das Gartenjahr

Am besten eigenen sich frostfreie Tage, um den Boden zu pflegen. Zuerst solltest du ihn von alten Stängeln, Unkraut und Laub befreien, damit sich unter dem Laub keine Feuchtigkeit aus dem letzten Herbst sammelt, die die jungen Triebe faulen lässt. Es genügt, wenn du den Boden etwas auflockerst, er muss nicht ganz umgegraben werden. Ist der Boden eher lehmig, dann nimm am besten Sand als Düngemittel – sandigen Boden kannst du dagegen gut mit Humus oder Mulch düngen. Der Boden hat im letzten Jahr seine Nährstoffe abgegeben, deswegen musst du ihn jetzt wieder mit Nährstoffen versorgen: Du hast einen Komposthaufen? Optimal: Du kannst den Kompost sieben und das zersetzte Material zum Düngen verwenden. Als Richtwert empfehlen sich dabei 3 Liter Kompost pro Quadratmeter. Den Rest schmeißt du zum Verroten einfach wieder auf den Komposthaufen.

3.       Die richtige Rasenpflege

Auch den Rasen solltest du von Laubresten befreien. Bei all dem Düngen ist es auch wichtig, den pH-Wert deiner geliebten Grünfläche im Auge zu behalten: Besorge dir ganz einfach einen Teststreifen aus der Apotheke oder dem Baumarkt und teste damit den pH-Wert deines Rasens. Wenn er unter 5,5 liegt, dann solltest du den Rasen kalken.

froschblog_artikelbild_1090x500px_ecowoman1

4.       Blumen zum Blühen bringen

Frostempfindliche Pflanzen wie die Gladiole oder Dahlie hast du zum Überwintern am besten in einen Topf mit Blumenerde eingesetzt und in einem kühlen, aber frostfreien Raum gelagert. Im Frühling wagen sich zusammen mit der Sonne aber auch diese Pflanzen wieder nach draußen. Wirf einen Blick auf die Sauerkirsche: Wenn sie blüht, dann kannst du auch frostempfindliche Knollen und Zwiebeln wie Gladiolen, Dahlien oder Lilien gefahrlos einpflanzen. Haben Frühjahrsblüher wie die Forsythie oder die Mandelbäumchen schon ausgeblüht? Dann schneide sie vorsichtig ein wenig zurück. Jetzt kannst du dich den Sommerblumen widmen: z.B. Kapuzinerkresse oder Studentenblumen können jetzt gesät werden. Du möchtest auch Rosen in deinem Garten anpflanzen? Dann tu ihnen einen Gefallen und lockere schwere Böden vorsichtig mit einer Rosengabel – denn Rosen lieben durchlässige Böden. Wer sie in einen Topf oder Kübel pflanzen möchte, sollte auf die als Blumenerde besonders geeignete Rosenerde zurückgreifen, um die für Rosen schädigende Staunässe zu vermeiden.

INFOBOX: Spezial-Blumenerde – Wichtig oder überflüssig?

Generell gilt, dass es nicht immer Spezialerde sein muss. Die meisten Pflanzen kommen mit Universalerde aus, solange die Erde Stickstoff und Phosphor-haltig ist. Allerdings kann der Einsatz bei manchen Pflanzen das Wachstum erheblich vereinfachen: Rhododenren, Azaleen- und Morbeetpflanzen brauchen zum Beispiel einen sauren Boden mit tiefem pH-Wert (4-5), weshalb eine spezielle Blumenerde für sie Sinn macht. Orchideen gedeihen dagegen in normaler Erde gar nicht und benötigen einen hohen Rindenanteil. Insbesondere bei nicht eiheimischen Pflanzen kann daher der Griff zur Spezialerde Sinn machen – am besten lässt du dich hierzu vom Fachmann beraten.

5.       Das Beschneiden der Bäume und Sträucher

Wenn du Obstbäume in deinem Garten hast, kannst du sie jetzt am Ende des Winters beschneiden. Im Frühling beginnen die Pflanzen zu wachsen, wodurch sich auch die beschnittenen Teile schnell erholen. Beim Beschneiden gilt die Faustregel: Wenn ein Baum im letzten Jahr viele Früchte getragen hat, musst du ihn nur wenig kürzen; war die Ernte eher schwach, dann entferne ruhig ein paar mehr Äste. Du hilfst dem Baum dadurch zu wachsen, denn er muss jetzt nur noch weniger Knospen versorgen. Junge Bäume solltest du allerdings in den ersten Jahren am besten noch nicht beschneiden. Wenn zu senkrecht wachsende Äste stören, dann binde sie einfach behutsam mit einem Seil herunter oder befestige kleine, mit Steinen gefüllte Säckchen an ihnen fest. Beschneide deinen Garten bitte mit Bedacht: Beim Stutzen solltest du nicht einfach nur drum herum schneiden, sondern gerade bei Sträuchern wie der Haselnuss ruhig auch mal große Triebe, die bis zum Boden gehen, entfernen. Natürlich solltest du deinen Pflanzen auch die von Frost geschädigten Triebe abnehmen und ihr so das neue Blühen und Wachsen erleichtern. Ein Tipp: Viele solcher Frostschäden werden erst nach Ende des Winters sichtbar, deswegen nehme dir im April Zeit für einen Kontrollgang.

froschblog_artikelbild_1090x500px_ecowoman3

Wenn du diese Tipps alle beherzigst, steht einem gesunden, prächtigen Sommergarten nichts mehr im Wege. Viel Spaß bei der Gartenarbeit und eine schöne Gartensaison 2016!

Eure Isabel von Ecowoman

Artikel kommentieren

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Andreas Stecker sagt

Das Wasser unter dem Laub kann die jungen Triebe faulen lassen? Das habe ich nicht gewusst, dass so was möglich ist. Danke für den Artikel. http://www.ahrens.info/de/home_4_64.html

Antworten

David sagt

Super Beitrag!
Da ich mich längere Zeit nicht um meinen Garten gekümmert habe, muss einiges gemacht werden. Wie zum Beispiel ein Baumschnitt. Mehr Informationen habe ich hier gefunden: https://www.garten-cikan.at/baumschnitt

Grüße
David

Antworten

Sophie sagt

Danke für den tollen Artikel!

Ich freue mich schon auf den Frühling, denn dann kann man endlich wieder anfangen Blumen zu pflanzen. Vor dem Winter möchte ich noch einiges im Garten erledigen. Zum Beispiel die Flügeltür erneuern.

Grüße
Sophie

Antworten

Lisa Rosenbaum sagt

Vielen Dank für den interessanten Beitrag. Mein Vater pflegt seinen Garten ständig und jedes Jahr zum Frühlingsbeginn verteilt er bestimmte Samen in seinem Garten. Dieses Jahr hatte er leider einen sehr feuchten Keller, so dass die Samen unglücklicherweise kaputt gegangen sind.

Antworten

Lisa Rosenbaum sagt

Vielen Dank für die Tipps. Gerne würde ich mir einen Garten anlegen lassen. Wieso ich mir einen Garten anlegen lassen will? Nun, leider habe ich nicht so viel Zeit um mich um den Garten zu kümmern und würde gerne daher einen fertigen Garten hinter meinem Haus haben.

Antworten

Martina sagt

Ach die liebe Gartenpfelge Meistens macht sie ja Spaß. Meinen vermosten Rasen muss ich auch mal wieder angehen. Weiß jemand eine dauerhafte Lösung dafür. Bei uns ist es leider ein sehr feuchter Boden.

Antworten

Michaela sagt

Ein schöner Beitrag, jetzt im Sommer macht es am meisten Spaß mit der Gartenpfelge. Ich freue mich schon wenn meine Tomaten ordentlich wachsen und noch mehr, wenn die Ernte kommt.

Antworten

Schneefuchs28 sagt

Hallo zusammen,

ich habe das Unkrautjäten letztes Wochenende wieder hinter mich gebracht und meine die Ritzen der Platten auf der Terrasse wieder schön von allem Unkraut befreit. Allerdings überlege ich gerade, ob es nicht besser wäre, die Platten langsam auszutauschen: Natursteinplatten fände ich sehr hübsch.

Henrik

Antworten

Nadine sagt

Hallo zusammen,
vielen Dank für die tollen Tipps für den Frühling! In meiner Freizeit beschäftige ich mich viel mit unserem Garten. Derzeit wollen wir die Terrasse auf Vordermann bringen. Das heißt vor allem die alten Markisen erneuern. Ich freue mich schon auf die Arbeit.

LG
Nadine

Antworten

Jonas sagt

Hallo alle zusammen,
vielen Dank für diese tollen Ideen. Endlich ist der Frühling wieder da, sodass ich mich als Hobbygärtner wieder in den Garten begeben und meine Projekte für dieses Jahr realisieren kann. Ich spiele mit dem Gedanken, einen Steinmetz zu engagieren und meine tollen Pflanzen mit Stein und Kiesel zu umgeben. Auf meiner Suche bin ich dabei auf folgende Seite gestoßen: http://www.steinmetzbetrieb-sandler.at

Viele Grüße
Jonas

Antworten