Jun 15
Gerade erreicht uns eine Pressemitteilung von unserem Kooperationspartner NABU in den Rheinauen in der Nähe von Mainz. Und genau das Thema “Pollen” haben wir gerade mit Kolleginnen diskutiert, die auch der Meinung waren, dass die fliegenden Flocken die Pollen seien, die Allergien wie “Heuschnupfen” auslösen.
Also hier die Pressemitteilung:
Sommerschnee in den Rheinauen Wie in jedem Frühsommer scheint es seit Tagen in den Rheinauen wieder heftig zu schneien. Denn zurzeit reifen und öffnen sich die Fruchtkapseln der Pappeln und Weiden. Dadurch werden die Samen, die in Samenhaare eingebettet sind, freigesetzt und vom Wind verweht. „Die Samenhaare dienen ähnlich den Schirmchen der Pusteblume als Flugkörper“, weiß Michael Markowski vom NABU-Naturschutzzentrum Rheinauen. Bis zu 10 km weit können so die Samen der Pappel ausgebreitet werden. Landen die Samen auf feuchter, vegetationsfreier Fläche erfolgt rasch die Keimung und ein neuer Baum wächst heran. In der Nähe von Pappelbeständen findet man am Boden dann den „Sommerschnee“ oder die „Pappelwolle“: Haufen von Samenhaaren samt Pappelsamen. Fälschlicherweise werden die fliegenden Flocken häufig als Pollen bezeichnet und stehen im Verdacht Allergien auszulösen. „Diese Sorge ist jedoch unbegründet. Denn anders als Pollen sind die Samenhaare nicht allergen und können nur beim Einatmen kurzfristig kitzeln und zum Niesen anregen“, erläutert Markowski. Wer mehr über die Tier- und Pflanzenwelt der Rheinauen zwischen Mainz und Bingen erfahren möchte, kann Gruppenführungen mit dem Team des Auen-Service unter der Tel. 06721-14367 (NABU-Naturschutzzentrum Rheinauen) vereinbaren. Foto, NABU: Michael Markowski mit Pappelzweig
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